Skip to main content

Was ist eine Lotpaste?

Eine Lotpaste ist eine Mischung aus Flussmittel und Metallpulver. Die Zusammensetzung und Qualität dieser beiden wichtigsten Bestandteile entscheiden darüber, welcher Typ von Lotpaste für die Anwendung am besten geeignet ist.

In der Regel handelt es sich bei einer Lotpaste um eine gebrauchsfertige und homogene Mischung. Je nach Bedarf stehen Produkte mit Hart- oder Weichlotpulver mit und ohne Zusatz eines Flussmittels zur Verfügung. Die Pasten können also je nach Verwendungszweck entsprechend gekauft werden.

Während flussmittelhaltige Pasten nur zum Verarbeiten an der Luft genutzt werden, sind flussmittelfreie Produkte vor allem zum Verarbeiten unter Vakuum oder unter einer Schutzgasatmosphäre geeignet.

Besondere Merkmale einer Lotpaste

Eine Lotpaste gehört zu den Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. Früher wurden häufig separate Flussmittel für das Festloten verwendet. Vor der Zeit des Lötens wurden zum Beispiel in der Schmuck- und Besteckindustrie Mischungen aus flüssigen Flussmitteln und einer pulverförmigen Lotlegierung genutzt. Dieses Gemisch wurde mit einem Löffel oder Pinsel per Hand auf der Lötstelle verteilt.

Durch die Erfindung der neuen automatisierten Lötverfahren wie Öfen oder Lötautomaten wurde eine einfachere und schnellere Art für die Anbringung der Lotzusatzstoffe benötigt. Diese Anforderung kann durch eine Lotpaste erfüllt werden.

Die Herstellung einer Lotpaste

Für die Herstellung von Lotlegierungen wird das Pulver mit der gewünschten Korngröße verdüst und mit einem speziellen Bindemittel gemischt. Durch dieses Bindemittel wird das Lot in Suspension gehalten und eine Fließeigenschaft ermöglicht.

Zusätzlich garantieren sie eine genaue Dosierung und sichern eine längere Lagerfähigkeit. Die Binder können mit oder ohne Flussmittel hergestellt werden. Somit sind sie zum Hart- oder Weichlöten in der Atmosphäre und für das Löten im Vakuum und im Schutzgas gut geeignet.

Vor- und Nachteile

Ein großer Vorteil von Lotpasten ist, dass das Lot und ein Flussmittel direkt in einem Arbeitsgang aufgetragen werden.

Viele Lotpasten bieten eine hohe Flexibilität in der Handhabung und einer hohen Qualität bei der Lötverbindung. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein manuelles oder automatisiertes Verfahren handelt. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle Hart- und Weichlote auch in der Pastenform erhältlich sind. Zusätzlich können Sonderlote, die als Folie, Endslot oder Stab nicht erhältlich sind, als fertige Paste genutzt werden. Mit einer Lotpaste ist ein kontrolliertes und präzises Arbeiten möglich. Hierbei entstehen durch das Flussmittel keine Spritzer oder Tropfen, wie es früher bei den separaten Flussmitteln der Fall war. Pasten können direkt im richtigen Verhältnis von Lot und Flussmitteln angewendet werden.

Ein kleiner Nachteil von Lotpasten bieten nur Produkte, die eine mindere Qualität haben. Wenn sie zu viel oder zu wenig Flussmittel enthalten, dann sorgt das für schlechte Lötergebnisse. Nur durch ein qualitativ hochwertiges Produkt werden Lötfehler deutlich reduziert.

Fazit: Lotpasten sind individuell nutzbar

Eine Lotpaste ist sehr vielseitig einsetzbar. Sie kann überall dort verwendet werden, wo kleine oder kleinste Lötstellen in einer reproduzierbaren und optischen Qualität hergestellt werden.

Lotpasten werden in vielen Rezepturen und Varianten angeboten. Jede Paste hat ihre eigene Eigenschaft.

Beim Kauf der Paste sollte daher auf jeden Fall auf die Druckeigenschaften und der Zuverlässigkeit geachtet werden.

Auch die Bearbeitungsfähigkeit sollte beim Kauf beachtet werden. Die Lebensdauer einer Lotpaste ist der Zeitraum, in der die Paste nach mehreren Zyklen von Leerlauf oder Abdruck beachtet werden kann, ohne dass sie an Druckbarkeit, Klebekraft oder Abdruckauflösung verliert.